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Die Wellen der Stimmung schlugen hoch, auf der 14. Herrensitzung der Blauen Funken in der Weisweiler Festhalle.
Neben den bewährten eigenen Kräften sorgten wieder zahlreiche aus Funk und Fernsehen bekannte Karnevalsstars für eine Sitzungsveranstaltung der Spitzenklasse.
Präsident Karl-Heinz Kamm und Literat Wolfgang Mertens hatten für die zahlreichen Gäste in der vollbesetzen Weisweiler Festhalle ein Programm zusammengestellt, dass keinerlei Wünsche offen ließ.
Gutgelaunte männliche Gäste und ein hochkarätiges Programm, das waren die idealen Rahmenbedingungen für einen gelungenen Einstieg in die Karnevalssession 2011.
Es ist schon eine kleine Tradition, dass sich die zahlreichen Besucher und Gäste bereits frühzeitig vor Veranstaltungsbeginn treffen um sich auf einen schönen und ausgelassenen Herrenabend einzustimmen. Das heißt im Vorfeld Hochbetrieb in den diversen Weisweiler Gaststätten und natürlich auch für die Wirte ein gutes Geschäft.
Mit der Begrüßung der Gäste pünktlich um 17:30 Uhr, gab Präsident Karl Heinz Kamm den offiziellen Startschuss für die Veranstaltung. Bei der Moderation des Abends wurde der Präsident der Blauen Funken durch seinen „Vize“ Marcel Römer und den Elferrat tatkräftig unterstützt.
Das erstklassige Programm bot, wie bei den Blauen Funken gewohnt, eine bunte ausgewogene Mischung und einen breiten Querschnitt durch den rheinischen Sitzungskarneval, ergänzt um die eigenen bewährten Gruppierungen wie die Blue-Dance-Girls, das Tanzkorps Höppe-Kroetsch , den Trompetensound "Die Weisweiler" und der Marketenderin Jana Kostyrok.
Knackige Büttenreden, tolle und fetzige Tänze, hübsche Mädchen, viel Musik, kölsche Lieder und auch rockigere Töne sorgten dafür, dass in der Festhalle die Wellen der Begeisterung recht schnell hochschlugen.
Traditionsgemäß immer erster Programmpunkt des Abends, der Auftritt der Tanzmarie. Dieser Part wurde in diesem Jahr von der neuen Marketenderin der Blauen Funken, Jana Kostyrok übernommen. Mit ihrem klasse Mariechentanz begeisterte sie bei ihrer Premiere auf der Herrensitzung die männlichen Gäste und sorgte für einen gelungenen Auftakt.
Eisbrecher in der Bütt, diese Rolle blieb einem absoluten Köllner Spitzenredner vorbehalten. „De Blötschkopp“, alias Mark Metzger, enterte mit Klappstuhl und Vuvuzela bewaffnet die Bühne. Er, dessen Lebensmotto lautet „Das Leben findet heute statt!“, ging sofort in den Sitzstreik und unterbrach diesen nur, um den Herren die kölsche „Mentaliatät“ näher zu bringen oder von Taxi-Odysseen auf dem Weg zum Millowitsch-Theater zu berichten.
Im Anschluss war Gardetanz der Extraklasse angesagt. Bereits beim Einmarsch zeigten die Mädels und Jungs des Tanzkorps Höppe Kroetsch einen kleinen Vorgeschmack auf den kommenden Auftritt. Tolle Hebefiguren, eine gute Portion Akrobatik gepaart mit klassischen Gardetanz und der passenden Musik, das waren die perfekten Zutaten für einen gelungenen Auftritt. Da macht das Zuschauen einfach nur Spaß. Für diesen tollen Auftritt erhielt die Gruppe, unter der Leitung von Hans-Peter Mietzen, den verdienten Beifall.
Charmant zeigte sich der „Mann mit dem Hötsche“ Peter Raddatz. Der Routinier, der bereits seit 1965 große Erfolge als Büttenredner feiert, glänzte mit seiner rheinisch-hochdeutschen Vortragsart. Was ist laut Raddatz, Romantik für Männer? Die einfache Antwort, ein Fußballspiel bei Kerzenlicht. Mit gezielten Angriffen auf die Lachmuskeln gelang es ihm, sich trotz steigendem Lärmpegel in der Festhalle sich Gehör zu verschaffen.
„Herrlich ist die Fegerei“, unter anderem mit diesem Titel sorgten die Räuber, eine der bekanntesten Mundartband Deutschlands, für eine ausgelassene Stimmung. Mit den Wurzeln im Kölner Karneval sind die Räuber in der rheinischen Musikszene groß geworden und haben aber dennoch ihre Bodenständigkeit und den Publikumskontakt nie verloren.
Mit ihren zahllosen Karnevalshits, unter anderem „Trömmelche“, „Sulang de die Butz noch hält“, „Die Rose“ oder „Op dem Maat“ brachten sie die textsicheren Männer zum Mitsingen und da hielt es auch wirklich keinen mehr auf den Stühlen.
Auf die Alm entführten im Anschluss die Blue Dance Girls und heizten den Männern kräftig ein. „Bauer sucht Frau“ oder auch „Die Mädels von der Alm“, unter diesem Motto könnte die diesjährige Bühnenshow der Blue Dance Girls stehen. Mit ihrem neuen Showtanz begeisterten die Blue Dance Girls das Weisweiler Publikum und zogen die Aufmerksamkeit und Blicke der Männer auf sich.
Nicht nur der neue Tanz kommt glänzend an, sondern es ist auch klasse wie sich die Mädels jedes Jahr in einem neuen Outfit und auch mit neuer Musik präsentieren. Mit einem großen raunen wurde von den Männern der traditionelle Wechsel vom rustikalen Kostüm zu dem etwas knapperen Outfit während des Auftritts kommentiert.
Ein „genialer Verkäufer des höheren Blödsinns“ sei er, urteilen unisono die rheinischen Zeitungen über den nächsten Büttenstar. Der „Bergischen Jong“ alias Willibert Pauels im richtigen Leben Diakon.
Mit einer erstklassigen Rede löste er bei den Männern wahre Begeisterungsstürme aus. Es ist wirklich beeindruckend wie er es schafft, selbst bei dem erfahrungsgemäß höheren Lärmpegel einer Herrensitzung, die Gäste zum aufmerksamen zuhören zu bringen. Dann wird es schnell still im Saal und alle warten auf das Feuerwerk der Pointen.
Dem Vorredner schloss sich Bernd Stelter nahtlos an, der von der FDP bis Guttenberg das Jahr 2010 politisch besang und mit Blick auf Margot Käßmann feststellte: „Eine betrunkene Bischöfin – das wäre der katholischen Kirche nicht passiert!“ Bernd Stelter, schon mehrmals zu Gast in Weisweiler, hatte danach mit dem Publikum ein leichtes Spiel. Der aus vielen Fernsehsendungen bekannte Künstler, legte richtig los und ließ sich auch nicht durch technische Probleme aus der Ruhe bringen. Absolut routiniert und professionell brachte er einen tollen Beitrag, der die Männer im Saal begeisterte.
Akrobatischer Showtanz der Extraklasse aus Köln, dafür steht bereits seit langen Jahren das Tanzkorps „Luftflotte“. Bei dem mitreißenden Auftritt wurde tänzerische Akrobatik vom Feinsten geboten.
Selber zur Tat schritten die Männer im Saal dann beim Speckabbau-Programm mit den „Rabaue“. „Die Hände zum Himmel“ und die „Weihnachts-Samba“ in den Beinen wollten sie „so gern mit ihr allein auf einer kleinen Insel sein“.
Der Bandname "RABAUE" stammt aus den Nachkriegsjahren und ist eine Hommage an die legendären 3 Rabaue, drei liebenswerte Straßenmusiker die im zerstörten Köln der Nachkriegszeit durch die Straßen zogen und ihre Lieder anstimmten.
Seit 2001 bilden Peter Kempermann, Peter van den Brock, Albert Detmer und Peter Jansen die Kölner Musikgruppe "RABAUE". Im Jahr 2005 verstärkten sich die“ RABAUE“ mit Benjamin Weißert.
Die Band begeisterte das Publikum mit ihrer ganz eigenen „Rheinischen Partymischung“ aus eigenen Liedern und Oldies zum Mitsingen.
Der furiose Schlusspunkt einer tollen Sitzung blieb dem Trompetensound „Die Weisweiler“ vorbehalten. “Männer, wir haben zum Schluss noch etwas Hardrock für euch mitgebracht“, dieses Versprechen lösten die Weisweiler klanggewaltig ein und rockten zum Abschluss der Herrensitzung noch einmal richtig ab. Auftritte in der Weisweiler Festhalle sind natürlich Heimspiele für die Männer des Trompetensounds. Trotz der späten Stunde präsentierte sich "Die Weisweiler" in blendender Spiellaune. Gewohnt professionell und routiniert heizten sie die Stimmung mächtig an und Sänger Björn Frings, stimmgewaltig wie immer, zeigte sein ganzes Können. Besonders bei den rockigen Nummern, bebte die Festhalle. Das neue musikalische Programm beeindruckt durch die große musikalische Bandbreite und kommt super an. Das Publikum bedankte sich für die tolle Vorstellung mit reichlich Beifall und die Männer revanchierten sich mit einigen Zugaben.
Die 14. Herrensitzung der Blauen Funken war abermals, wie auch in den Vorjahren, eine Veranstaltung der Spitzenklasse. Die zahlreichen Gäste in der ausverkauften Festhalle waren restlos begeistert und der Andrang auf die Karten für die Veranstaltung im nächsten Jahr hat bereits begonnen.
Merken Sie sich den nächsten Termin 06.01.2012 vor und sichern Sie sich rechtzeitig ihre Plätze.
Im nächsten Jahr unter anderem mit dabei:
Guido Cantz, Jürgen Beckers, Willibert Pauels, Paveier, Räuber, Cheerleader 1.FC Köln und unseren eigenen bewährten Kräfte.
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