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In Weisweiler ist es seit vielen Jahren Tradition, dass in die neue Karnevalssession immer am ersten Samstag im November, mit der Sessionseröffnungssitzung gestartet wird. Diese Terminvorgabe führte, aufgrund der Kalenderkonstellation, in diesem Jahr zu einem Frühstart, was aber bei der kurzen Session 2011/2012 mit Sicherheit kein Nachteil ist. Die vollbesetzte Weisweiler Festhalle, viele gutgelaunte Gäste und das Spitzenprogramm, das waren die idealen Rahmenbedingungen für einen gelungenen Sessionsauftakt der KG Lätitia Blaue Funken.
Los ging es pünktlich um 20:11 Uhr mit dem Einmarsch des gesamten uniformierten Funkenkorps und des Elferrates, der wie in den Vorjahren vom Spielmannszug "Schwarz Rot" unter der Leitung von Matthias Tiesarzik, musikalisch mit dem Funkenmarsch begleitet wurde. Es war ein prächtiges Bild das sich dem Publikum bot, das uniformierte Funkenkorps verwandelte die ganze Bühne in ein Meer in den Farben blau und weiß.
Nach der kurzen Begrüßung durch den Präsidenten Karl-Heinz Kamm, der bei der Moderation des Abends tatkräftig durch den Vize- Präsidenten Marcel Römer unterstützt wurde, begann direkt der Einstieg in das hochkarätige Programm.
Mit dem altbekannten, beliebten Kommando, "Funke opjepasst", gab der neue Kommandant Lothar Kerinnis, den Startschuss zum neu formierten, stark verjüngten und komplett neugestalteten Funkentanz.
Nach dem obligatorischen Einstieg mit dem "Stippeföttche" zeigten Tanzmarie Stefanie Kemper, die Gardegirls und natürlich nicht zu vergessen die Funkenoffiziere, was sie so alles drauf haben. Der große Beifall nach der Schlussaufstellung war der verdiente Lohn für viele harte Trainingsstunden.
Was wäre eine richtige Karnevalssitzung ohne Ehrungen und Auszeichnung. Vorgenommen wurden diese in einem diesmal etwas längeren offiziellen Teil, vom 1.Vorsitzenden Jochen Außenhofer und Präsident Karl-Heinz Kamm.
Ehrenkommandant Heinz Weber wurde für 60 Jahre, Doris Römer für 50 Jahre und Brunhilde und Manfred Pchalek für jeweils 40 Jahre treue Mitgliedschaft beiden Blauen Funken ausgezeichnet.
Ein bisschen Wehmut kam bei der Verabschiedung des langjährigen Tanzpaares Sabrina Meyer und Dariusz Piekarsky auf. Nach vielen erfolgreichen Auftritten hängen sie nun die Tanzschuhe endgültig an den Nagel, beide bleiben aber den Blauen Funken erhalten.
Ebenfalls zurück in die Reihen des Funkenkorps tritt Thomas Felber, der viele Jahre als Standartenträger bei unzähligen Veranstaltungen das Funkenkorps angeführt hat.
Der höchste Orden der Gesellschaft, der "Golden Stern am Wappen zu Weisweiler", wurde an Schatzmeisterin Pia Kolvenbach und Horst Felber von der 1.Korporalschaft, für ihre Verdienste um die Blauen Funken verliehen.
Auch bei den Ehrensenatoren gibt es Veränderungen. Das langjährige Elferratsmitglied Gerd Tirok wurde in den Kreis der Ehrensenatoren aufgenommen.
Die Ernennung wurde vom Ehrenratsvorsitzenden Helmut Römer, mit Unterstützung seines Stellvertreters Uwe Müller vorgenommen. Als äußeres Zeichen erhielt Gerd Tirok seine Ernennungsurkunde, den Orden der Ehrensenatoren und die Narrenkappe
Die nie so ganz leichte Aufgabe des "Eisbrechers in der "Bütt" kam in diesem Jahr auf den "Jong uss dem Leäve", alias Peter Deutschle von den Roten Funken Eschweiler zu. In seinem Vortrag verpackt er tägliche Begebenheiten zu amüsanten Episoden und trocken verkauft er die tollsten Witze.
Danach erste tänzerische Höhepunkt des Abends mit Gardetanz der Extraklasse. Die Eigengewächse der Blauen Funken das Tanzkorps "Die Höppe-Kroetsch" fetzten kräftig über die Bühne.
Eine Tanzdarbietung vom Feinsten, der ganze Auftritt absolut super professionell, tolle Hebefiguren gepaart mit einer guten Portion Akrobatik, da macht das Zuschauen einfach nur Spaß.
Für diesen tollen Auftritt erhielt die teilweise neuformierte Gruppe, um Korporalschaftsführerin Silke Pchalek und den Leiter der Tanzgruppe Heinz-Peter Mietzen, den verdienten Applaus.
Musikalisch ging es weiter im Programm mit den Inde-Singers, die bereits seit über 40 Jahren mit Mundartliedern aus eigener Feder die Zuhörer nicht nur im Karneval begeistern. Dies spiegelt sich auch im Motto der Gruppe, "Mundart pur - zu allen 5 Jahreszeiten" wieder.
Der nächste Programmpunkt hielt was der bekannte Namen versprach, "De Blötschkopp alias Marc Metzger, zeigte das ganze Repertoire eines Spitzenredners.
Im Stile eines Büttenasses hatte Marc Metzger, dessen persönliches Lebensmotto lautet - das Leben findet heute statt-, die Gäste in der Festhalle voll hinter sich und startete auf die Lachmuskeln einen Angriff nach den anderen.
Mit ihrem neuen Showtanz begeisterten die "Blue-Dance-Girls, ein weiteres Aushängeschild der Blauen Funken, wie immer pünktlich zum Sessionsauftakt Nicht nur der neue Tanz beeindruckt, sondern es ist faszinierend das sich die Mädels jedes Jahr in einem neuen Outfit und auch mit neuer Musik präsentieren. Für die vielen Mädels ist es immer wieder eine neue Herausforderung, zumal einige Mädels der "Blues" zusätzlich auch noch beim Funkentanzblock aktiv sind.
Viel Arbeit und eine große Herausforderung für das Team um die Leiterin Sarah Hendriks, die zusätzlich 5 neue Tänzerinnen in die Formation integrieren mussten.
In beeindruckender Frühform präsentierten sich anschließend die Männer des Trompetensounds "Die Weisweiler" um Frontmann Björn Frings und den musikalischen Leiter Dietmar Krauthausen.
Gewohnt professionell und routiniert heizten sie die Stimmung mächtig an.
Die musikalische Vielfalt, von den aktuellen Hits bis hin zu den bekannten Liedern der kölschen Kultgruppen, macht den großen Reiz dieser Truppe aus.
Spätestens als die "Weisweiler" mächtig los rockten hielt es keinen mehr auf den Stühlen. Das Publikum bedankte sich mit reichlich Beifall und die Männer revanchierten sich mit Zugaben.
Der nächste Programmpunkt Guido Cantz, mittlerweile schon ein Stammgast in Weisweiler, zeigte das ganze Repertoire eines Spitzenredners.
Dem „Porzer Jong“, zurzeit auch mit seinem Soloprogramm „Ich will ein Kind von dir….“ Auf Tour, zeichnen sein Wortwitz und ganz besonders seine große Spontanität beim Umgang mit dem Publikum aus.
Er hat sich trotz seiner allgegenwärtigen Medienpräsenz, unter anderem bei "Verstehen Sie Spass?", als Entertainer, Conférencier und Comedien auf vielen Fernsehkanälen seinen jugendlichen Schwung, die Unbekümmertheit und die Frechheit behalten.
Wie bereits bei zahlreichen früheren Auftritten zeigte der Porzer Junge mit einer großartigen Rede seine große Klasse.
Akrobatischer Showtanz der Extraklasse aus Köln, dafür steht unter anderem auch das Tanzkorps "De Höppemötzjer" von der KG Kölsche Narrengilde.
"Wie die Funke met ihrem Stippeföttche, su danze mer met de Beincher un de Höftjer; mer sprenge vun einer Bühn op en and´re Bühn un maache üch dann all jet Freud." Mit diesem Wahlspruch - und das seit nun mehr als 35 Jahren - ist die Tanzgruppe "De Höppemötzjer" auf Kölner Bühnen und weit darüber hinaus existent und bekannt.
Die Mädels und Jungs aus Köln zeigten eine tänzerische Leistung der Spitzenklasse.
Der krönende Abschluss des Abends blieb den Männer von der kölschen Kultgruppe Räuber vorbehalten. Mit ihren bekannten Liedern, unter anderem "Denn wenn et Trömmelche jeit" oder "Fiesta Colonia" sorgten sie für reichlich Stimmung und hatten mit dem begeisterten Publikum leichtes Spiel.
Nur nach mehreren Zugaben schafften es die Räuber von der Bühne und konnten den verdienten Heimweg nach Köln antreten.
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